
Buß- und Bettag 2026: Datum, Feiertag & Bedeutung
Wer im November 2026 einen freien Tag sucht, sollte nach Sachsen schauen: Dort ist der Buß- und Bettag am 18. November 2026 ein gesetzlicher Feiertag. Anderswo in Deutschland müssen Arbeitnehmer an diesem Mittwoch normal arbeiten – eine Folge der bundesweiten Abschaffung Mitte der 1990er Jahre, während Sachsen an dem evangelischen Feiertag mit einem umstrittenen Finanzierungsmodell festhält.
Kurzüberblick
- 18. November 2026 (Mittwoch) (Kalenderportal arbeitstage.org)
- Sachsen (gesetzlicher Feiertag) (Feiertagsportal feiertage-deutschland.de)
- evangelisch (Sächsische.de)
- 17. November 2027 (Kalenderportal schulferien.org)
Schnellübersicht: Buß- und Bettag 2026
Sechs Fakten auf einen Blick – die wichtigsten Eckdaten zum Feiertag.
| Datum 2026 | 18. November 2026 |
| Wochentag | Mittwoch |
| Gesetzlicher Feiertag in | Sachsen |
| Ursprung | evangelisch (lutherisch) |
| Bundesweite Abschaffung | 1995/1996 (außer Sachsen) |
| Finanzierungsmodell Sachsen | Umlagefinanzierung durch Arbeitgeber (umstritten) |
Ist der Buß- und Bettag 2026 in Sachsen ein Feiertag?
Gesetzlicher Feiertag nur in Sachsen
- Ja, der Buß- und Bettag ist 2026 ein gesetzlicher Feiertag in Sachsen. (Kalenderportal arbeitstage.org)
- In allen anderen Bundesländern ist er kein gesetzlicher Feiertag. (Kalenderportal kalenderpedia.de)
Der Buß- und Bettag 2026 fällt auf einen Mittwoch – den 18. November. Das bestätigen mehrere unabhängige Kalenderquellen wie Smart-Rechner.de und PublicHolidays.de. Wer in Sachsen arbeitet, hat also einen freien Tag – wer in den anderen 15 Bundesländern beschäftigt ist, muss wie gewohnt zur Arbeit.
In welchen Bundesländern ist der Buß- und Bettag 2026 ein Feiertag?
Bundesweite Übersicht: Feiertagsstatus nach Bundesland
- Nur Sachsen hat den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag beibehalten. (Regionalportal erzgebirge.de)
- Bayern und die anderen Bundesländer haben ihn nach der Abschaffung der Feiertagsvergütung 1995/1996 gestrichen. (Stuttgarter Nachrichten)
- In Bayern ist er kein Feiertag, Schulen bleiben aber oft geschlossen.
Eine Gegenüberstellung der 16 Bundesländer zeigt, wie isoliert der Buß- und Bettag heute dasteht:
17 Bundesländer, eine Ausnahme: Sachsen ist das einzige Land, das den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag führt. Alle anderen Länder haben ihn Anfang der 1990er Jahre abgeschafft.
| Bundesland | Gesetzlicher Feiertag? | Bemerkung |
|---|---|---|
| Sachsen | Ja | Einziger voller Feiertag |
| Bayern | Nein | Schulen oft geschlossen |
| Baden-Württemberg | Nein | – |
| Berlin | Nein | – |
| Brandenburg | Nein | – |
| Bremen | Nein | – |
| Hamburg | Nein | – |
| Hessen | Nein | – |
| Mecklenburg-Vorpommern | Nein | – |
| Niedersachsen | Nein | – |
| Nordrhein-Westfalen | Nein | – |
| Rheinland-Pfalz | Nein | – |
| Saarland | Nein | – |
| Sachsen-Anhalt | Nein | – |
| Schleswig-Holstein | Nein | – |
| Thüringen | Nein | – |
Das Muster ist klar: Die Abschaffung erfolgte flächendeckend – nur Sachsen blieb konsequent. Die Folge: Unternehmen in Sachsen müssen jährlich einen zusätzlichen bezahlten Feiertag finanzieren, der anderswo entfällt.
Warum ist der Buß- und Bettag nur in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag?
Historischer Hintergrund
Bis 1994 war der Buß- und Bettag in der gesamten Bundesrepublik gesetzlicher Feiertag. Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wurde er in den meisten Ländern abgeschafft. (Regionalportal erzgebirge.de) Sachsen behielt den Feiertag und kompensierte die Mehrkosten für Arbeitgeber durch einen Ausgleichsfonds – eine Umlagefinanzierung, die bis heute umstritten ist. Ein Beitrag der ZEIT zur Debatte zeigt, dass Arbeitgeberverbände die Belastung kritisieren, während Gewerkschaften den Feiertag als kulturelles Gut verteidigen.
Sachsen hat den Feiertag nicht gratis behalten: Die Finanzierung über eine Arbeitgeberumlage sorgt seit Jahrzehnten für Streit. Betriebe in Sachsen tragen eine Mehrbelastung, die in anderen Bundesländern entfällt – ein Alleinstellungsmerkmal mit Preis.
Die Abschaffung 1995 war ein Kompromiss: Die Arbeitgeber sparten einen bezahlten Feiertag ein, um die neuen Pflegeversicherungsbeiträge auszugleichen. Sachsen wählte einen Sonderweg. (Stuttgarter Nachrichten)
Die Implikation: Der sächsische Sonderweg kostet die Wirtschaft jährlich Millionen, hält aber einen kulturellen Ankerpunkt im Kalender.
Welche Bedeutung hat der Buß- und Bettag und ist er katholisch oder evangelisch?
Ursprung im evangelischen Kirchenjahr
Der Buß- und Bettag ist ein evangelischer Feiertag, der auf die lutherische Tradition des 19. Jahrhunderts zurückgeht. (Sächsische.de) Der Tag ruft dazu auf, über eigenes Handeln nachzudenken und die eigene Haltung zu reflektieren. (Sächsische.de) Ein Beitrag aus dem Erzgebirge beschreibt ihn als Tag der Reue und Gewissensprüfung. (Regionalportal erzgebirge.de) Heute hat der Tag auch eine soziale Bedeutung: Viele Gemeinden nutzen ihn für karitative Aktionen.
Moderne Bedeutung
Für viele Sachsen ist der Buß- und Bettag schlicht ein arbeitsfreier Mittwoch – die ursprüngliche religiöse Dimension tritt oft in den Hintergrund. Dennoch bleibt er im evangelischen Kalender ein wichtiger Termin zwischen Erntedank und Advent.
Wann ist der Buß- und Bettag in den nächsten Jahren – 2027, 2028, 2029, 2030?
Termine bis 2030
- Buß- und Bettag 2027: 17. November 2027 (Kalenderportal schulferien.org)
- Buß- und Bettag 2028: 22. November 2028 (Kalenderportal schulferien.org)
- Buß- und Bettag 2029: 21. November 2029 (Kalenderportal schulferien.org)
- Buß- und Bettag 2030: 20. November 2030 (Kalenderportal schulferien.org)
Jeder Termin fällt auf einen Mittwoch – das war seit der Einführung immer so.
Hinweis zum eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag
In der Schweiz wird der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag 2026 am dritten Sonntag im September begangen. Dieser hat eine andere historische Wurzel und wird nicht mit dem deutschen Feiertag verwechselt.
Welcher neue gesetzliche Feiertag tritt 2026 ein?
Reformationstag 2026 als neuer Feiertag in mehreren Ländern
Seit 2018 ist der Reformationstag (31. Oktober) in mehreren Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag. 2026 fällt der Reformationstag auf einen Samstag, sodass kein zusätzlicher freier Werktag entsteht. Die Frage nach einem neuen gesetzlichen Feiertag 2026 ist durch die Reformationstag-Regelung vorrangig beantwortet – ein weiterer Feiertag neben dem Buß- und Bettag ist nicht in Sicht.
Wer 2026 einen zusätzlichen freien Werktag sucht, findet ihn nur in Sachsen am Buß- und Bettag. Der Reformationstag fällt auf einen Samstag und bringt keinen freien Tag.
Zeitleiste: Die Geschichte des Buß- und Bettags
- 19. Jahrhundert: Einführung des Buß- und Bettags als evangelischer Feiertag in vielen deutschen Ländern. (Regionalportal erzgebirge.de)
- Bis 1994: Buß- und Bettag war in der gesamten Bundesrepublik gesetzlicher Feiertag. (Regionalportal erzgebirge.de)
- 1995: Abschaffung als gesetzlicher Feiertag in den meisten Bundesländern zur Finanzierung der Pflegeversicherung. (Stuttgarter Nachrichten)
- 1995 bis heute (Sachsen): Sachsen behält den Feiertag und führt eine Umlagefinanzierung für Arbeitgeber ein. (ZEIT-Berichterstattung)
- 18. November 2026: Buß- und Bettag 2026 (Mittwoch) (Kalenderportal arbeitstage.org)
- 17. November 2027: Buß- und Bettag 2027 (Kalenderportal schulferien.org)
Was ist gesichert, was bleibt offen?
Bestätigte Fakten
- Der Buß- und Bettag 2026 ist am 18. November 2026. (Kalenderportal arbeitstage.org)
- Das Datum fällt immer auf einen Mittwoch im November.
Was unklar ist
- Ob der Buß- und Bettag 2026 tatsächlich nur in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag ist – die Quellenlage dazu ist uneinheitlich. (Regionalportal erzgebirge.de nennt teils auch Bayern)
- Die genaue Entwicklung des Finanzierungsmodells in Sachsen (Umlageverfahren) bleibt in Details zwischen Arbeitgebern und Sozialpartnern umstritten – siehe Quellen wie ZEIT-Berichterstattung.
- Ob bei einer erneuten politischen Debatte der Feiertag in weiteren Bundesländern wieder eingeführt wird, ist offen.
Stimmen zum Buß- und Bettag
„Der Buß- und Bettag ist der einzige Feiertag, der nur in einem Bundesland gilt – das schafft eine Sondersituation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Sachsen.“
– DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund), Übersicht gesetzliche Feiertage 2026
„Die Finanzierungsdebatte um den sächsischen Feiertag bleibt ein Dauerbrenner – Arbeitgeber fordern Entlastung, Gewerkschaften verteidigen den freien Tag.“
– ZEIT, Hintergrundbericht zur Finanzierung
Fazit: Ein Relikt mit Sprengkraft
Der Buß- und Bettag 2026 ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Föderalismus in der Feiertagspolitik wirkt. Sachsen hält an einem Tag fest, den der Rest Deutschlands längst abgeschafft hat – mit einer Finanzierung, die bis heute polarisiert. Für Arbeitnehmer in Sachsen bedeutet das einen freien Mittwoch. Für Unternehmen im Freistaat bleibt die Frage offen: Tragen sie die Mehrkosten weiter, oder drängen sie auf eine politische Neuverhandlung?
schulferien.org, smart-rechner.de, ferienwiki.de, schnelle-online.info, arbeitstage.org
Wer sich bereits für das Jahr 2026 informiert, findet auch die Details zum Buß- und Bettag 2024 mit Datum und Bedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Buß- und Bettag 2026 in ganz Deutschland ein Feiertag?
Nein, nur in Sachsen.
Warum ist der Buß- und Bettag nur in Sachsen noch gesetzlicher Feiertag?
Weil Sachsen nach der bundesweiten Abschaffung 1995 einen Sonderweg wählte und den Feiertag mit einer Arbeitgeberumlage finanzierte.
Fällt der Buß- und Bettag immer auf einen Mittwoch?
Ja, der Feiertag ist immer am Mittwoch nach dem letzten Sonntag im Kirchenjahr.
Was ist der Unterschied zwischen dem deutschen Buß- und Bettag und dem eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag?
Der deutsche Feiertag ist evangelisch und fällt auf einen Mittwoch im November. Der schweizerische ist ein staatlicher Feiertag am dritten Septembersonntag.
Gibt es 2026 einen neuen gesetzlichen Feiertag in Deutschland?
Der Reformationstag am 31. Oktober ist in mehreren Bundesländern Feiertag, fällt 2026 jedoch auf einen Samstag.
Ist der Buß- und Bettag ein stiller Feiertag?
Ja, in Sachsen gelten an diesem Tag besondere Ruhevorschriften, die öffentliche Veranstaltungen einschränken.